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Ausgewandert...Eingewandert

Englische Sprache...schwere Sprache

Am Ende von Klasse 13 hatte ich Macbeth im Original gelesen, hatten wir ein Theaterstueck geschrieben und vorgefuehrt und hatten wir ueber Artikel in der New York Times diskutiert. Als wir 1998 nach Baerenstadt kamen, fuehlte ich mich also geruestet und vorbereitet.

Nur; sprechen die Menschen hier kein Hochenglisch, sie sprechen in gewisser Hinsicht gar kein Englisch, sondern Amerikanisch.

Die erste Kostprobe dessen bekam ich bald zu spueren. Hier gibt es wunderschoene Bibliotheken. Manche sogar mit Kaminen und Lederlesesesseln. Ich sass nun in solch einer Bibliothek, an einem jener gruen bezogenen Tische und arbeitete. Mir gegenueber sass ein junger Mann und tat das Gleiche. Weil ich mein eigenes vergessen, bat ich ihn um sein Radiergummi. Und zwar in meinem schoensten britischen English. Seine Reaktion, Rot-werden, Starren und fluchtartig das Gebaeude verlassen, konnte ich nicht nachvollziehen. Das Starren der Anderen uebrigens auch nicht.

Wieder in der Wohnung angelangt, habe ich mir das Woerterbuch geschnappt und nachgeschaut.

Rubber, britisches Englisch fuer Radiergummi (na also!). Amerikanisches Englisch fuer -- KONDOM! (Ups!)

OK, ich habe also den jungen Mann lauthals nach seinem Kondom gefragt.

Aber mal ehrlich, in heutigen Zeiten sollte safer Sex doch eigentlich eine Selbstverstaendlichkeit sein...

Immerhin die richtige Vokabel, naemlich eraser, habe ich nie wieder vergessen. Ist doch auch etwas...
29.8.07 19:11


Auf zu neuen Ufern

Heute morgen las ich bei Bini von den Problemen, die Auswanderer so bewaeltigen muessen. Und auch davon, dass Menschen haeufig unueberlegt einfach alles hinwerfen und die Koffer packen. Ich hab dann zurueckgeschrieben, dass ich doch bei sehr vielen erlebe, dass Auswandern zur Erfolgsstory wird (immerhin lebe ich ja als Auswanderer in einem Einwandererland.).

Aber natuerlich hat Bini Recht, wenn sie sagt, dass Menschen auch am Auswandern scheitern koennen. Denn auch wir haben erlebt, wie manche scheitern. Vorallem dann, wenn man Land, Leute und Kultur nicht kennt.
Auswandern ist wie eine Liebesbeziehung, aus der dann irgendwann eine Ehe wird. Erst ist alles toll, wunderschoen und viel besser als drueben. Doch dann beginnt man die Fehler des Landes und der Leute zu sehen und man ist enttaeuscht. Fuehlt sich fast betrogen. Auch das Land seiner Wahl, die neue Heimat ist nicht perfekt. Und nun beginnt die eigentliche Ehearbeit. Kann man einen gemeinsamen Nenner mit der neuen Heimat finden, oder bleibt man mit dem Alten verhaftet? Beides ist OK, man muss nur ehrlich mit sich sein.
Ich glaube, fast alle Auswanderer stehen irgendwann mal vor der Frage "War das alles richtig?". Wir haben das Glueck, diese Frage mit "Ja" beantworten zu koennen. Und trotzdem fehlt uns einiges: es fehlt die Familie. Die Freunde fehlen nach all den Jahren nicht mehr so sehr. Man hat neue Freunde gefunden und festgestellt, dass man sich mit den alten Freunden auseinandergelebt hat. Man vermisst die verruecktesten Lebensmittel (bei mir zurzeit Miracoli. Sowas Bloedes!).
Aber immer, wenn ich wieder nach Deutshland fliege, merke ich, dass trotz all des Vermissten und trotz all des Schoenen ich nur noch ein Besucher in Deutschland bin. Ich bin hier zu Hause.
Einige unserer Freunde sind nirgends zu Haus. Nicht hier und auch nicht drueben. Den einen Ort nicht wirklich verlassen, am anderen nie wirklich angekommen. Dann wird es schwer. Denn natuerlich ist die neue Heimat anders als die alte. Nicht nur der Sprache wegen.

Bini kommentierte meinen Eintrag so (Myblog mag mal wieder keine langen Kommentare, deshalb schickte sie eine eMail.):

lächel* bei meinem Eintrag ging es ja auch nicht um Menschen, die sich vorbereitet haben mit ihrer Auswanderung, sprich immerhin schon ein bischen die Sprache zu beherrschen um sich verständlich zu machen. Vielmehr ging es hier um eine Geschichte ala: ach ich krieg hier nichts gebacken, fühl mich überfordert und da ich mich da schon immer wohlgefühlt hab in meinen Urlauben dort, ziehe ich da mal eben hin. Kein Job, keine Wohnung, sehr wenig Geld und vorallem NULL Sprachkenntnisse ... dazu mit im Gepäck 4 Kinder von denen natürlich auch keines die Sprache ansatzweise sprechen kann ... gepackt war auch nicht wirklich etwas als dann der Umzugssprinter angerollt kam und überhaupt stellte sich denen erst da die Frage: was nehmen wir mit ... die Frau hatte null Plan, wie es dort in dem Ort weitergehen sollte, ob sie dort überhaupt einen Job findet, wirft ihre Kinder in ein fremdes Land, die innerhalb von 5 Wochen 2 - ich wiederhole ZWEI - für sie komplette Fremdsprachen lernen müss
en, um überhaupt in der Schule mitkommen zu können und haben ein Budget zur Überbrückung von gerade mal 5000 Euro zur Verfügung ... jaha... bei so etwas streuben sich mir die Haare angesichts solchen Aktionen: ach machen wir mal eben ... zurückgehen können wir ja immer noch ... suuuper Rückhaltsgedanken ... wenn wir auswandern würden, jetzt ernsthaft, dann können wir wenigstens ein bischen viel die Landessprache, um uns dort verständigen zu können und wenn wir Jobmässig vom Einkommen abhängig wären, würden wir uns den zu allererst organisieren. Und vorallem würden wir nicht auswanderrn wollen, weil wir hier nichts gebacken bekommen und somit flüchten sonderrn weil wir uns unser Leben eben anders vorstellen und lebrn wollen und es uns vorallem auch gut überlegt haben, das mit dem Auswandern ... und das denke ich, haben sich die meisten nicht. Die packen nur Kind und Kegel ein und ziehen los ... fertig. Ok, bei einigen klappt das tatsächlich aber viele scheitern logischweise a
n ihrer Unorganisiertheit und daran, das sie sich überhaupt nicht über die Folgen im klaren waren ... Urlaub ist eben doch etwas anderes als 365 Tage im Jahr

Sollte ich Dir mit meinem Eintrag auf die Füsse getreten sein, so entschuldige ich mich dafür, denn DU bzw. ihr seid damit absolut nicht gemeint (und auch nicht die mischpoke oder aber andere bei denen ich mitlese ...

Die Sendungen begleiten Auswanderwillige bei den Vorbereitungen und beim eigetnlichen Umzug bzw. Ankommen im jeweiligen neuen Heimatland und zeigen die Schwierigkeiten, die sich dort dann jeweils bei denen so auftürmen. Einige packen das alles ganz gut, andere viele widerum scheitern daran. Und das lag letztendlich dann auch an deren Organisation bei der Auswanderung *lächel*

Da wir in einer Universitaetsstadt leben, sehen und kennen wir natuerlich immer nur die Menschen, die kommen, weil der Baer ihnen eine Stelle angeboten hat. Einfach ins Blaue hinein auswandern passiert hier selten. Warum auch, Baerenstadt ist nicht New York City, Miami oder Frisco.

Auswandern ist nicht leicht, aber ich bereue es nicht. Auch nicht, wenn ich daran zurueckdenke, wie schwer es der kleine Mann am Anfang im Kindergarten hatte, als er nur so wenig Englisch sprach. Mittlerweile ist er (fast) perfekt zweisprachig und die meisten merken nicht mal, dass wir zu Hause kein Englisch sprechen.
In einem gebe ich Bini jedoch uneingeschraenkt Recht, Auswandern ist keine Loesung fuer Probleme. Alle alten Probleme reisen mit einem mit und werden in einer neuen fremden Umgebung nur um so staerker empfunden. Denn Auswandern ist kein Urlaub, sondern Alltag. Und das jeden Tag...
1.8.07 16:07


Gestaendnis

Ich, die ja immer gern ueber all die laestert, die es nicht schaffen, von ihrer alten Heimat loszukommen, habe es getan:

ich hatte genug von Waschmittel, das nichts taugt und keine Flecken rauswaescht und habe heute Persil gekauft.

Ist auch nicht teurer als anderes Waschmittel hier. (Nur muss man es per internet bei amazon kaufen. Als Import...)

Wie heisst's doch so schoen: Persil, da weiss man, was man hat.

Guten Abend...
12.4.07 22:46


Nie angekommen

Wie schon erzaehlt, ziehen unsere Bekannten zurueck nach Deutschland. Fast taeglich kommen sie vorbei und werfen all den Kram bei uns ab, den sie nicht mitnehmen koennen oder wollen. Wenn ich so durch ihre Sachen stoebere, faellt mir auf, dass obwohl sie ueber 15 Jahre hier gelebt haben, sie nie richtig hier angekommen sind. Jedes Jahr sind sie zwei, drei Mal nach Deutschalnd geflogen. Nicht unbedingt der Familie wegen, sondern zum Einkaufen. Fuer Knorr Fix, Maggi Sossen, deutsche Schokostreusel und Gummibaerchen. Sie hatten drei verschiedene deutsche Wochenmagazine aboniert. Eine deutsche Tageszeitung, sowie mehrere Frauenmagazine. Die beiden haben sich ihr kleines, ideales Deutschland inmitten des internationalen Gewimmels unserer Universitaetsstadt geschaffen.

Ich glaube, es ist gut, dass sie zurueckgehen. Keiner kann so zerrissen leben.

Aber ich bange auch ein bisschen mit ihnen, denn keinesfalls wird Deutschland so ideal sein, wie sie es sich in fuenfzehn Jahren schoen gedacht haben.

Vielleicht ist das das schwerste Los: nirgens zu Hause zu sein.

Auswanderer sein, die wieder zurueckkommen.

Ich bin dankbar, hier zu Hause zu sein.
20.3.07 19:01


Dragon Day 2007

Nein, der Drache war nicht so schoen wie im letzten Jahr. Auch das Wetter war nicht fruehlingshaft strahlend, sondern schneestuermisch weiss. Aber trotzdem hatten wir Spass!

Und im naechsten Jahr wieder....


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16.3.07 21:26


Murmeltiertag, die Zweite

Sehen wir mal davon ab, dass es arktisch kalt ist, seitdem Phil seinen Schatten nicht gesehen und uns einen fruehen Fruehling versprochen hat, selbst die sechs Wochen Winter, die er im schlimmsten Falle androht, waeren ja eine Sensation. Sechs Wochen, das waere Mitte Maerz!
Schnee haben wir hier bis Ende April, Angang Mai. Aber vielleicht war's ja eine Vorhersage fuer Florida...
9.2.07 14:26


Gefuehlt wie...

In Deutschland fand ich's immer albern, wenn Radio Hamburg mir verkuendete, dass wir draussen 3*C haetten, es aber gefuehlte 0*C waeren. Wie aussagekraeftig.
Hier habe ich gelernt, was wind chill wirklich ist.
Und so ist es heute Nachmittag zwar waermer als heute Morgen (-12*C jetzt gegenueber den -24*C heute Morgen beim Aufstehen), aber es fuehlt sich viel eisiger an, da es mittlerweile recht windig ist.

Und so haben wir mal wieder eine wind chill advisory. Wer zu lange draussen ist, laeuft Gefahr sich Nase oder Finger abzufrieren.

Bleiben wir also drin.
7.2.07 20:55


Verschoben

Es ist recht kalt bei uns, sagt die beste aller Schwiegermuetter und ich denke an -24*C (unsere Temperatur heute morgen beim Aufstehen.). Aber es war nur knapp unter Null.

Warm ist es wieder, sagt sie ein paar Tage spaeter - und sofort denke ich an die -9*C. Waermer ist es bei uns schon lange nicht mehr gewesen. 9*C haetten sie auch, aber plus.

Komisch, wie schnell man sich anpasst. Vor ein paar Jahren haette ich nie gedacht, dass ich bei -15*C Schlittenfahren gehe. Oder bei -22* mit einem Kind draussen im Schnee tolle. Oder dass es mir bei 0*C so warm wird, dass ich schon mal den Mantel im Auto lasse und nur im Pulli durch die Stadt laufe.

Vielleicht gewoehnte man sich doch an Fairbanks, Alaska...
7.2.07 19:23


Schattenseiten

Er hat ihn also nicht gesehen; seinen Schatten-der Murmeltier-Phil aus Punxsutawney. Und so soll es nun einen fruehen Fruehling geben.

Das ist wohl auch der Grund, warum es zum Wochenende 10 cm Neuschnee und Temperaturen unter -20*C geben soll!

Es wird halt Fruehling. Phil sein Dank!
2.2.07 16:30


007

Ich weiss ja, man soll nie zu viel sagen, wenn Auslaender dabei sind. Nicht dass hier Staatsgeheimnisse ausgeplaudert werden. Und diese rothaarigen Muetter in metallikgruenen RAV 4's sind natuerlich besonders verdaechtig. Aber wirklich, ich haette Sie nicht verraten, lieber Pick-up-Fahrer, wenn Sie nachdem Sie rechts geblinkt hatten, auch rechts abgebogen waeren. Das Linksabbiegen kam ueberraschend. Vorallem so mitten auf der Strasse, wenn da gar keine Strasse abzweigt.
Aber wir haben ja gute Bremsen - und ABS...
3.11.06 18:05


Am Ende der Welt

Germany: "Was macht Ihr denn morgen?"
Ringelstruempfe: "Die Maus hat Kindergarten und ich will zum Markt."
Germany: "Ach, Ihr habt trotzdem Kindergarten morgen?"
Ringelstruempfe: "Warum nicht? Es ist Dienstag!"
Germany: "Ja schon, aber ja auch auch Feiertag."
Ringelstruempfe: "Nee, das ist doch erst naechste Woche. Am 9. . Aber fuer Comlumbus Day faellt nicht der Kindergarten aus."
Germany: "Wieso Kolumbus? Es ist doch Nationalfeiertag."
Ringelstruempfe: "Nee, der ist am 4. Juli."

Ich seh's ein. Wir leben wirklich auf verschiedenen Kontinenten...
2.10.06 22:08


Nostalgisches

Wenn ich mal wieder in Deutschland bin, moechte ich gern...

 essen:

  • Krabbensalat (mit Nordseekrabben bitte)
  • roten Heringssalat
  • Roggenbroetchen
  • Franzbroetchen mit ganz viel "Franz" (also ganz viel Klebkrams oben drauf)
  • Fischstaebchen
  • Yoghurtgums
  • Schaumkuesse
  • Stachelbeeren
  • Johannisbeeren

einkaufen zum Mitnehmen:

  • Kluentje
  • schwarzen Tee (lose und trinkbar!)
  • Kinderbuecher fuer den kleinen Mann
  • einen Luekkasten
  • Kindermusik
  • Gelatineblaetter in rot
  • Kinderstrumpfhosen

besuchen:

  • die Nordsee
  • Travemuende
  • den Dom , in dem wir geheiratet haben
  • Eva-Maria, Juergen und den Rest der Familie
  • Erich und Gundel
  • meine Eltern (was leider nicht geht)
  • meine Oma (siehe oben)
  • einen Weihnachtsmarkt im Winter
  • den Hamburger Dom
  • den Hamburger Hafen

in meiner Freizeit machen:

  • in die Saune gehen
  • ins Salue oder in die Schwartauer Therme fahren
  • dem kleinen Mann das Meer zeigen
  • eine Sandburg bauen
  • im Strandkorb einschlafen
  • im Buchladen versacken
  • im Dom ein Orgelkonzert hoeren
Mir scheint, wenn wir naechstes mal reisen, muessen wir ein ganzes Jahr bleiben. (Und wir alle wuerden unser Zuhause nach drei Wochen arg vermissen. Denn Zuhause ist fuer uns die Baerenstadt.)

 

29.9.06 19:51


Teil 2



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Auch nicht viel besser. Aber ich arbeite mich langsam gen Westen!
20.8.06 15:21


Kleiner Nachtrag

Gerade die Post aus dem Kasten geholt. Vier Mal Post von W.E.S.. Inhalt wortgleich in allen Briefen: Ihr file ist on hold. Bitte senden Sie uns umgehend die fehlenden Unterlagen aus Deutschland zu. MFG und so weiter...

Nein, nicht, oder...
16.8.06 21:46


Unendliche Weiten...

W.E.S., die ach-ich-weiss-nicht-wie-vielte

E-mail gestern Abend: Sie koennen meinen Antrag DOCH bearbeiten. Aber nur als Document-to-Document. (Genau das hatte ich vor etwa einem Monat beantragt.) Die mehrbezahlte Gebuehr aufgrund Fehler ihrerseits, koennen selbstredend nicht erstattet werden. Also Anfrage ans College ob es denn auch so ginge. Leider noch keine Antwort. Neue e-mail heute Morgen. Sie koennen meinen Antrag nun doch NICHT beantragen. Die Unterlagen aus Deutschland fehlten noch.

Wenn ich diese gute Frau erwuerge, ist das dann Selbstverteidigung? Oder bekomme ich dann einen Orden? Denn eine Straftat kann das doch eigentlich mehr sein. Nach all dem Spass der letzten Wochen!
16.8.06 21:43


W.E.S.

Oder auch World Education Services.

Oder auch, mein Weg ins Irrenhaus.

Was bisher geschah:

Ich bewarb mich seiner Zeit am Empire State College. Wie mit dem College besprochen, wuerde ich erst einmal nur das Abiturzeugnis einreichen, da ich waehrend der Semesterferien in Deutschland keinen an der Uni erreiche. Abizeugnis uebersetzt, losgeschickt, gewartet. Nach fuenf Tagen kam der ganze Kram zurueck. Ich haette die Formulare nicht richtig ausgefuellt. Genau genommen hatte ich sie gar nicht ausgefuellt. Die Formulare gibt es naemlich nicht auf der mit dem College verlinkten Seite, sondern nur per Post. Das soll einer wissen...
Alles ausgefuellt und dieses Mal, damit es schneller geht, die Unterlagen gefaxt. Zehn Tage Wartepause. Dann eine e-mail, sie koennen die Evaluation so nicht vornehmen. Ich braeuchte eine besondere Evaluation. Die kostet $ 50 mehr. Ueberweisen bitte hier... Zehn Minuten spaeter war ich $ 50 aermer, und noch immer ohne Ergebnisse. Am elften Tag eine e-mail, es fehlen die Unterlagen aus Deutschland. Anruf meinerseits, 25 Minuten Warteschleife und dann: nein, fehlen nicht, sollen Sie ja auch gar nicht evaluieren. Nur das Abizeugnis, bitte. (Himmeldonnerwetter noch-ein-mal...) Zwischenfrage des Sachbearbeiters: "Sprechen Sie vielleicht auch Farsi? Oder Arabisch? Mein Englisch ist nicht so gut." Ich spreche Deutsch, Englisch, Franzoesisch, Mittelhochdeutsch, Althochdeutsch, Gotisch, Friesisch, Plattdeutsch, Latein, wenn's sein muss auch Spanisch, Italienisch und die Anfaenge von Altgriechisch und Hebraeisch. Aber Farsi oder Arabisch spreche ich nicht. Mein Fehler! Der Betelefonte stimmte mir darin zu, war dann aber mit meinen Vorschlag einverstanden; trug mir aber auf, dieses bitte schriftlich einzusenden. Und aussderdem muesste ich jetzt noch mal sieben Tage warten, bevor sie anfangen zu arbeiten. Es sei denn, ich zahle $ 200 "rush-service-Gebuehr". Die habe ich bezahlt. Denn viel Zeit habe ich nach all dem Hin und Her nun nicht mehr. Also Fax und Zahlkarte an die lieben Buerokraten. Um 15.00h gestern Nachmittag fingen sie an, meinen file zu bearbeiten. Um 16.30h bekam ich eine e-mail. Leider koenne sie nicht weiterarbeiten. Es fehlen die Unterlagen der deutschen Uni. Der file sei "on hold". Die rush-Gebuehr koenne leider nicht erstattet werden.
Erneuter Anruf der mittlerweile vor Wut schaeumenden Ringelstruempfe. Es war 16.45h. Bitte rufen Sie innerhalb unser Buerozeiten an. Wir sind zwischen 9.00h und 17.00h zu erreichen. (Ja, das merke ich...) Daraufhin noch eine e-mail an den Sachbearbeiter. Zum hundersten Male erklaert, was ich will (und was NICHT).

Pause bis heute Nachmittag.

Laut internet ist der file immernoch "on hold". Erneuter Anruf bei den Leuten meines Vertrauens. Ja, der file sei on hold. Es faehlen die Unterlagen aus Deutschland. Urschrei der Struempfe! Sie sollen nur mein Abizeugnis evaluieren. Haette beinahe das gefuerchtete f-Wort fallen lassen. Aber seit den Sopranos ist das auch kein Schocker mehr.

Ich habe ihr erklaert, dass ich die Sachen brauche. Bald. Und dass ich es eine Frechheit finde, wie die mein Geld verklimpern.

Sie versprach sich irgendwann (sie sagte tatsaechlich IRGENDWANN) noch mal wieder zu melden - und legte auf.

Keine Ahnung, warum manche Deutschland eine Servicewueste nennen. Mit so etwas koennen die doch gar nicht mithalten...
15.8.06 20:14


Lange Leitung

Fuenf Jahre hat es gedauert, bis mir endlich die rettende Idee kam, meine ganzen Plastiktueten loszuwerden. Aber der Reihe nach. Hier werden einem die Einkaeufe in Plastiktueten gepackt. Kostenlos. (Das Packen und die Tueten) Wenn man, wie wir, zwei Mal die Woche einkaufen geht, sammeln sich da riesige Mengen an Tueten an. Tueten, die die Umwelt belasten und bei mir zu Hause Platz wegnehmen. Schliesslich habe ich ja in Deutschland gelernt, Plastiktueten aufzubewahren, weil die etwas kosten und man sie ja auch noch mal wieder verwenden kann. Aber rund 20 Tueten die Woche (also rund 1000 Tueten im Jahr!!!) brauche auch ich nicht. Nach all den Jahren habe ich nun endlich eine Loesung gefunden: ich bringe meine guten alten Stoffbeutel mit und lasse dahinein packen. Die Idee haette mir aber auch mal 3000 Tueten eher kommen koennen...
12.7.06 18:02


Mit grossen Augen

und einen unguten Kribbeln im Bauch sehen wir nach NYC. Eine Explosion. Ein Haus ist eingestuerzt. Ein Anschlag? Man weiss es nicht. Und schon kommen wieder die Bilder vom 11.9. hoch. Die brennenden Tuerme, die schreienden Menschen. Es macht mich unruhig. Und aengstlich. Wir leben hier am Ende der Welt. Und sind wohl sicher. Aber wer weiss, ob nicht unsere Uni irgendwann mal irgendwas zu irgendwem.... Unruhe. In ein paar Tagen wird sich alles wieder legen und das Leben wird seinen normalen Lauf nehmen. Ich fuehle mit ihr. Bei ihr ist das, wovor wir hier Angst haben Realitaet. Jeden Tag.
Und wenn sie noch lacht, kann ich das hier in meinem sicheren Nest auch.

ENDE
10.7.06 21:44


Zwergenaufstand

Da ist uns nun ein neues Gesetz ins Haus geflattert und meine lieben Nachbarn drehen durch. Danach muessen nun naemlich Kinder bis zum vierten Lebensjahr in Kindersitzen gesichert werden, danach bis zum siebten Lebensjahr in Booster-Sitzen. (Bis jetzt brauchte man nur einen Kindersitz bis zum vollendeten dritten Lebensjahr) Himmel, wo ist das Problem? Es ist doch bekannt, dass Kinder nun mal am sichersten in einem Kindersitz sitzen. Aber das interessiert hier keinen. Alle sind nur empoert und finden, die Regierung hat mal wieder einen Weg gefunden, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Der billigste (wenn auch nicht der sicherste) Kindersitz bei Target kostet $ 49.95. Der reicht fuer die ganze Zeit nachdem das Kind dem Babysitz entwachsen ist. $49.95, das sind 1 1/2 Tankfuellungen bei unserem Auto (eine bei den grossen Pickups) oder acht sixpacks Bier (also etwa soviel, wie unsere Nachbarn fuer ein Sommerfest kaufen) oder zwei Mal zum Frisoer gehen oder zehn Stunden Babysitter (die Menge, die der durchschnittliche Amerikaner in einer Woche verbraucht). Heisst das, dass Kinder weniger wert sind, als Bier bei der Gartenparty oder das Wochenedvergnuegen der Eltern?
10.7.06 18:49


Indianer

Nachdem ich doch nun gefragt worden bin, ob es hier Indianer gibt; hier die Antwort. Ja, es gibt hier welche. Das naechste Reservat ist auch nicht weit weg. Fuer die nicht all zu tolle Qualitaet der Bilder entschuldige ich mich. Aber bei einem Pow Wow sind Blitze und kuenstliches Licht verboten. Und da das Ganze in einer Sporthalle stattfindet, die nur ein paar Fenster ganz oben hat, ist der Raum immer im Daemmerlicht...
Schoen ist es trotzdem jedes Mal!
30.6.06 16:20


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