Ich frage mich ja manchmal, was die Leute denken, wenn sie bei uns ins Bad gehen.
Erstes Problem:
Ich habe damals voller Freude bunte Buchstaben an unsere Badezimmertuer geklebt. Und was habe ich geklebt? BAD. Voellig OK, nicht wahr? Schliesslich ist es ja das Bad. Aber nur im Deutschen. Lest es mal auf Englisch. Unsere Besucher kommen jedenfalls mit unterschiedlich verwirrten Gesichtsausdruecken zurueck aus der Nasszelle.
Zweites Problem: Aus therapie-technischen Gruenden (ich sollte die Zettel an einen Ort keben, an dem ich sie jeden Tag mindestens sechs Mal lesen kann) kleben an unserem Spiegel Zettel. Und manche davon auf Englisch. Da koennen unsere Gaeste nun lesen, dass ich "Gluecklich bin, eine Frau zu sein" und "dass ich daran keine Schuld hatte". Keine Ahnung, was die armen Besucher da nun denken. Gefragt hat noch keiner. Aber manche kamen mit vielen Fragen in ihren Augen zurueck.
Weiteres: Warum auf dem Fussboden eine gruene Kiste steht, in der ein Plueschtier sitzt, mag ebenfalls schwerer zu verstehen sein. Aber der Teddy sizt doch nur auf seiner Toilette. Der lernt das naemlich gemeinsam mit dem kleinen Mann. Das Gute, Teddies "Unfaelle" sind einfacher zu reinigen, da imaginaer.
Die Tapete, die an der Wand klebt, mag auch Fragen aufwerfen. Aber ich kann doch nichts dafuer, dass die vorherigen Besitzer des Hauses die Waende in kack schokoladenbraun tapeziert haben. Immerhin sind noch Bluemchen draufgemalt. Trotzdem sieht es etwas gewoehnungsbeduertig aus.
Ich hoffe, es gibt keine Studien darueber, dass das Badezimmer der Spiegel der Seele ist oder so. Das waere ja graesslich fuer uns!