Am Ende von Klasse 13 hatte ich Macbeth im Original gelesen, hatten wir ein Theaterstueck geschrieben und vorgefuehrt und hatten wir ueber Artikel in der New York Times diskutiert. Als wir 1998 nach Baerenstadt kamen, fuehlte ich mich also geruestet und vorbereitet.
Nur; sprechen die Menschen hier kein Hochenglisch, sie sprechen in gewisser Hinsicht gar kein Englisch, sondern Amerikanisch.
Die erste Kostprobe dessen bekam ich bald zu spueren. Hier gibt es wunderschoene Bibliotheken. Manche sogar mit Kaminen und Lederlesesesseln. Ich sass nun in solch einer Bibliothek, an einem jener gruen bezogenen Tische und arbeitete. Mir gegenueber sass ein junger Mann und tat das Gleiche. Weil ich mein eigenes vergessen, bat ich ihn um sein Radiergummi. Und zwar in meinem schoensten britischen English. Seine Reaktion, Rot-werden, Starren und fluchtartig das Gebaeude verlassen, konnte ich nicht nachvollziehen. Das Starren der Anderen uebrigens auch nicht.
Wieder in der Wohnung angelangt, habe ich mir das Woerterbuch geschnappt und nachgeschaut.
Klaus
(30.8.07 10:01)
Englisch als "Weltsprache" hat eben so seine Tücken.
LG
Da steht doch unten in der Abfrage glatt "Ekiss". Was es nicht alles gibt ;-)
Annette
(31.8.07 08:21)
Tja die Tuecken der Sprache Aber auch non-verbal kann man sich sehr in die Nesseln setzen.
Ganz am Anfang in GR, wollte ich Herzblatts Oma einen Gefallen tun und die bestellten Brote beim Baecker abholen.
Es war kurz vor Weihnachten, die ganze Familie zu Besuch und sie hatte daher 5 Brote bestellt.
So, nun konnten oder wollten die mich beim Baecker nicht verstehen...also nam ich die Haende zum zeigen dazu.
Nicht wissend, dass in GR die erhobene Hand mit gespreizten 5 Fingern jemand vor die Nase zu halten,so ziemlich das Schlimmste ist, was es an non-verbalen Beleidigungen in GR gibt.Tja, leider wusste ICH das NICHT!
(Mischung aus Stinkfinger und den anderen "verfluchen" !)
Die Baeckerei war voll, schlagartig war alles leise und so ziemlich jeder starrte mich an.
Aber meine 5 Brote hab ich bekommen Als ich spaeter zu Hause von meinem seltsamen Erlebnis erzaehlte, lachten sich alle scheckig und meinten nur, gut, dass du nicht 10 Brote wolltest