Erst war ich ja fast ein bisschen eingeschnappt, dass mir keiner das Narben-Stoeckchen zuwerfen wollte.
Und nun schwirren sie in meinem Kopf herum; die Erinnerungen daran, wie diese oder jene oder eine andere Narbe entstanden sind.
Ich merke, das waere kein Eintrag fuer ein Blog mehr, sondern eher Material fuer eine Therapiesitzung. (Wenn ich denn noch zur Therapie ginge.)
OK, fuer heute hat mich die Vergangenheit mal wieder eingeholt. Ich gehe jetzt schlafen und werde versuchen, morgen wieder im hier und jetzt aufzustehen.
Fuer jetzt mache ich einfach die Augen zu und hoffe, dass der elendige Erinnerungsfilm gleich aufhoert.
Ob sich die Taeter eigentlich auch so durch die Naechte quaelen?
Und die Täter? Tja, schwer zu sagen. Da sie keine guten Menschen sind, sondern abgestumpfte, monsterähnliche Gestalten, werden sie wohl gut schlafen. Denn nur wer sich Gedanken macht, kann grübelnd wachliegen.
Karin
/ Website
(24.8.07 21:54)
Oh je.... das wollte ich mit meinem aus Südafrika importierten Stöckchen nicht auslösen. Es tut mir wirklich leid.
(Und es ist erst seit 24h unterwegs, vielleicht kommt es noch hier an, dann bist du schon vorgewarnt und kannst nur die lustigen Geschichtchen über äusserliche Narben hervorkramen.)
Annette
(25.8.07 12:31)
Liebe Frau Ringel, ich kann dir sehr gut nachempfinden.
Ich weiss nicht was Taeter empfinden, viele empfinden sich ja noch nicht mal als "Taeter".
Zumindest glaube ich nicht, dass meine Tante jemals eine Sekunde ihres Lebens damit verschwendet hat, sich schuldig zu fuehlen, fuer das was sie mir angetan hat.
Aber weisst du, es ist im Endeffekt nicht das was zaehlt.
DU bist wichtig! Daher, denk mal drueber nach, vielleicht waere eine neue Therapie doch ein Ansatz.
Wie bereits fruehr mal geschrieben, man kann lernen Erinnerungen in ihre Schranken zu weisen.
Das ist sehr muehselig, aber es lohnt sich!
Ich denk an dich und hoffe und wuensche sehr, dass du bald einen Weg findest, damit umzugehen.
Ganz liebe Gruesse aus Athen
Annette