Eigentlich nennt man es "Physikalische Therapie" und es soll der Rehabilitation dienen. Bei mir koennte man es aber auch "dunkle Schatten" nennen.
Denn mein KG ist maennlich. Dafuer kann er nichts. Er ist nicht schwul, er erzaehlt mir froehlich von seiner Familie. Auch das ist kein Fehler. Aber wenn ich in diesen engen Zimmern, alleine mit einem fremden Mann bin, dann fuehle ich mich unwohl. Wenn ich mich dann auch noch auf den Ruecken legen muss und der mir nicht bekannte Mann mir schmerzhaft am Koerper rumdrueckt (andere nennten das wohl Lymphmassage), dann macht irgendetwas in mir "klick" und der ganze alte Kram ist wieder da. Und dann steht sie wieder zwischen mir und meiner Freiheit: die Vergangenheit.
Annette
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(23.6.07 09:32)
Liebe Frau Ringel, ich kann nicht 100% ermessen, wie sie sich fuehlen muessen.
Aber da ich ja auch in einer Art "gefaengnis" lebe, inzwischen zwar mit grossen offnen Tueren, aber egal,kann ich dieses Gefuehl im Allgemeinen sehr gut nachvollziehen.
Mir hat es, in bestimmten Situationen geholfen, zu erkennen, dass, von meinen belastenden Erfahrungen in der Vergangenheit abgesehen, sich Menschen in speziellen Situationen auch sehr unwohl fuehlen.
Daher kann ich nur sagen,ich hatte mal ,aufgrund einer Rueckensache, ein paar Massagen bei einem Mann und dies als nicht sehr angenehm empfunden, obwohl ich in diesem Bereich nicht vorbelastet bin.Der Mensch war okay und ist mir absolut nicht zu Nahe getreten und hat nur seinen Job getan, aber dennoch, ich fands unangenehm , ausgeliefert da zu liegen und ein fremder Mann knetet an einem rum.
Ich drueck dich mal, jedes Gefaengnis hat Tueren und irgendwann sind die bei dir auch so gross wie Scheunentore oder es verschwindet ganz.