Es ist ein Jammerspiel. Und das schon seit Jahren. Genau genommen scheiden sich die Geister daran; jedenfalls in unserer Familie.
Woran? Am Dosenoeffner.
Dosenoeffner sind nicht so lapidar, wie jetzt vielleicht angenommen wird.
In unserem Haus befinden sich, jedenfalls theoretisch, zwei. Ein wie ich finde ganz normaler:

Damit bekomme ich jede Dose auf. Einfach. Unkompliziert und ohne mir die Finger abzusaebeln.
Die Familie meines Mannes schwoert jedoch auf jenes Teil:

Ich weiss nicht, wie man es benutzt. Ich vermute dafuer muss man mehr daenische Seemeilen auf dem Buckel haben, als ich je erreichen werde. Ich kann mit diesem Wunderding Daumen lochen, Handinnenflaechen anatomisch praeparieren und mir beinahe ein Loch in den Bauch pieken. Nur Dosen oeffnet dieses Ding nicht fuer mich.
Nur waere das ja alles eigentlich gar kein Problem. Als ich in die Junggesellenwohnung meines damals noch-nicht-Mannes zog, kam der Buechsenoeffner mit. Und Jahre spaeter zogen beide Oeffner in die weite Welt nach Baerenstadt.
Soweit, sogut.
Nun ist allerdings das Aergste eingetreten: der normale Dosenoeffner ist verschwunden. (Er residiert bei all den einzelnen Socken, die die Waschmaschine frisst, den verlorenen Buechern der Leihbuecherei, meiner Baerenunifitnessclubmitgliedschaftskarte und all den Handschuhen, die wir im Laufe der Jahre gekauft und wieder verloren haben.)
Heute musste ich also den anderen Oeffner verwenden und habe klaeglich versagt. Meine Haende zieren zahlreiche Kratzer. Die Dose ist weitestgehend zu und Reispfanne schmeckt ja auch ohne Dosentomaten!
Lieber Buechsenoeffner, komme wieder. Ich verspreche auch nur noch ganz edle Dosen aus dem Feinkostmarkt zu kaufen und oeffnen. Aber bitte, lass mich jetzt nicht im Stich!