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Tagesrueckblick

Immerhin habe ich es heute geschafft, wieder mehr mit dem kleinen Mann zu spielen. Ich bin immernoch ziemlich unruhig, aber es wird besser. (Zumindest dann, wenn ich mit der Maus spiele.) Und so haben wir heute mit dem Kraemerladen gespielt, bis die Schaniere quietschen (nicht, dass der von den besten Schwieger/Gross-eltern selbstgebaute Kraemerladen das jemals tun wuerde), haben draussen im Schnee getobt und zusammen Obstsalat geschnippelt. Das war gut.

Ich habe heute keine Essattacken gehabt. Habe nur gegessen, wenn andere dabei waren und habe auch keine Mahlzeiten ausgelassen.

Das war auch gut, wenn sicherlich auch nicht unbedingt mein Verdienst. (Siehe 12 Schritte ...)

Ich habe all diese "was mache ich wenn dann"-Sorgen dorthin geschoben, wo sie hingehoren. Ins wenn-dann. Ich muss mir noch keine Sorgen ums Seminary machen. Ich bin ja noch nicht drin. Versuchen wir mal, zur Abwechslung im Heute zu leben. (Das ist Anforderung genug.)

Ich fuehle mich immernoch niedergeschlagen und unruhig. (Ich werde nie verstehen, wie man kraftlos und unruhig zugleich sein kann. Das macht eigentlich keinen Sinn...)

Und weil Angst vor Erinnerungen und Gefuehlen auch nicht besser ist, als sich eben jene Erinnerungen und Gefuehle nochmal genau anzugucken, werde ich jetzt genau das tun. Ich werde mich gleich in mein Bett legen, werde wissen, dass der Ringelmann neben mir ist falls ich Hilfe brauche und dann werde ich mal in mich hineinlauschen. Und all die Daemonen ans Licht setzen, die mir grade so zusetzen.

Im Uebrigen stimme ich ihr zu; Fragen nach dem Warum sind sinnlos. Denn einerseits laesst sich das Warum ganz einfach beantworten (psychopathisch-krankhaft veranlagter Taeter) und andererseits fuehrt es ja nirgends hin. Die Kunst ist ja nicht, in der Vergangenheit zu verhaften, sondern dem Ueberleben hinterher einen Sinn zu geben. Und der Sinn kann nicht sein, dass mich die Vergangenheit noch immer bestimmt. Dann haette ebendieser Taeter ja doch gewonnen.

Und das goenne ich ihm dann doch nicht! 

10.3.07 05:13
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Annette / Website (10.3.07 07:42)
Nicht in der Vergangenheit zu verhaften...wie wahr wie wahr. Das ist in der Tat eine sehr schwere Kunst.
Jeder geht da ja seinen eigenen Weg. Als mir bewusst wurde, dass ich nur los lassen kann, wenn ich das, was unverzeihlich ist, verzeihen kann, begann ein Kampf fuer viele Jahre.
Viele, viele Gebete mit der Bitte, es endlich zu koennen. Jedesmal bei "wie auch wir vergeben..."bin ich innerlich zusammen gezuckt und dachte NIEMALS.
Aber gerade das konnte ich mir am wenigstens verzeihen. Paradox!
Doch vor ein paar Monaten war es soweit.
Frieden ist eingekehrt.Meine Gebete wurden erhoert.
Ich wuensch dir sehr, dass du deinen Weg bald findest-deinen ureigenen.
Deine Draufsicht auf die Daemonen ist ein guter Weg, denk immer dran, es ist Vergangenheit, nicht Zukunft!


Die Rabenfrau / Website (13.3.07 00:24)
Wenn man Dinge verzeihen kann, ist das auch gut für einen selber. Derjenige, der einem weh getan hat, muss das noch nicht einmal wissen. Es hilft einem dabei, die Dinge hinter sich zu lassen.

Wenn du deine Attacken überwindest, ist es sehr wohl dein Verdienst, finde ich. Du hattest vielleicht Hilfe "von oben", aber DU bist es, die es schafft. Gott kann uns, glaube ich, nicht einmal wirklich Kraft geben für was auch immer, aber wir können sie, mit seiner Hilfe, in uns selber finden.

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